Salsa-Technik

Unterschied zu konventionellen Verfahren
Der Sinuslift in seiner klassischen Form besteht aus der Präparation eines knöchernen Fensters in der fazialen Kieferhöhlenwand. Dieses Fenster wird schleimhautgestielt in die Kieferhöhle eingeschlagen. Der Subantralraum wird nach cranial durch den Knochendeckel begrenzt. Als Augmentat wird bei der klassischen Vorgehensweise, insbesondere bei höheren Atrophiegraden, ein autogenes Knochentransplantat in Blockform empfohlen.
Als Alternative wird der Subantralraum mit verschiedenen partikulären Augmentationsmaterialien aufgefüllt: Die SALSA-Technik verzichtet auf die Präparation eines Knochenfensters. Die Augmentation erfolgt durch eine nur 5 mm große Bohrung in der Kieferhöhlenwand. Der Subantralraum wird durch Untertunnelung der Kieferhöhlenschleimhaut erzeugt. Diese Vorgehensweise ist nur unter endoskopischer Kontrolle erfolgreich durchzuführen.

Salsa-Technik

Wesentliche Vorteile sind die Schonung von Knochensubstanz und die geringere Häufigkeit von Mund-Antrum-verbindungen. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Mobilisation von Weichgewebe und die Qualitätskontrolle der Augmentation durch endoskopische Visualisierung. Implantate können, wenn erforderlich, durch mikrochirurgische Fixation mit Satellitenimplantaten auch bei hoher Atrophie im einzeitigen Verfahren gesetzt werden.

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