Was ist eine Sedierung?
Sedierung ist die Dämpfung der Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein
„Beruhigungsmittel“ (Sedativum).
Im Allgemeinen wirkt eine Sedierung schlaffördernd und schaltet die bewusste Wahrnehmung aus, im idealen Fall auch die Angst.
Sedierungsmittel ist ein Benzodiazepin wie z. B. Diazepam oder Midazolam.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

  • eine Reduzierung des Atemantriebs (hauptsächlich bei zu hoher Dosierung)
  • Evtl. treten paradoxe Reaktionen auf, wobei der Patient unruhig und unkooperativ wird.
  • Der Patient verliert kurzfristig die Orientierung in Raum und Zeit und ist somit nicht mehr geschäftsfähig. Vereinbarungen und Aufklärungen sollten also vorher durchgeführt werden.

Wie läuft eine Sedieung ab?

  • Dormicum wird intravenös verabreicht.
  • Es werden permanent die Vitalfunktionen überwacht (Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung).
  • Evtl. wird über die Nase Sauerstoff verabreicht.
  • Nach dem zahnärztlichen Eingriff bleibt man bis zu 1 1/2 Stunden im Überwachungsraum, bis die Halbwertszeit vorüber ist und die Wirkung nachlässt.

Wie verhalte ich mich vor dem Eingriff?

  • Ich darf vier bis sechs Stunden vor dem Eingriff nicht trinken und essen – nüchtern zum Termin erscheinen.
  • ich bringe eine Begleitung mit, die mich nach der Behandlung sicher nach Hause begleitet.

Wie verhalte ich mich nach dem Eingriff?
Beeinträchtigungen können bis zu 12 Stunden andauern. Daher muß eine Begleitperson den Patienten nach Hause (in die Wohnung hinein) bringen, und wenn möglich einige Zeit beaufsichtigen.
Im Normalfall kann sich der Patient nur noch teilweise an den Zeitraum der Sedierung erinnern. Deshalb sollte die Begleitperson über evtl. Verhaltensmaßnahmen post operativ aufgeklärt werden.
Die Sedierung ist bei den meisten operativen Eingriffen keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie werden über die Kosten aufgeklärt.